9.1.2012

Tiere als Erben? - Vorsorge tut Not

Tiere als Erben?
Vorsorge tut Not!

Wie kann ich sicherstellen, dass mein Haustier auch im Falle meines plötzlichen Todes gut versorgt wird? Gibt es Möglichkeiten, mein Erbe testamentarisch „Tieren
zugutekommen zu lassen"? Solche Fragen beschäftigen viele verantwortungsbewusste Tierhalter, die rechtzeitig Vorsorge treffen möchten.

Das eigene Tier kann entgegen landläufiger Meinung nicht als Erbe eingesetzt werden, auch wenn dies in den Medien häufig durch entsprechende Sensationsschlagzeilen suggeriert wird. Tiere gelten zwar gemäß § 90a BGB nicht mehr als Sachen, jedoch setzt die Erbfähigkeit nach deutschem Recht eine allgemeine Rechtsfähigkeit voraus, die nur natürliche und juristische Personen wie z.B. ein eingetragener Tierschutzverein besitzen.

Wichtig: Testament erstellen

Wer sein Vermögen im Todesfall einem ganz bestimmten Zweck zukommen lassen möchte, der muss zu Lebzeiten ein entsprechendes Testament verfassen. Existiert kein Testament, kommt der gesamte Nachlass automatisch den gesetzlichen Erben zugute. Nicht immer sind diese bereit oder befähigt, ein verwaistes Haustier zu übernehmen. Selbst dann nicht, wenn sie zuvor dem Erblasser versprochen hatten, sich um das Tier zu kümmern. Die hohe Anzahl von Tieren, die nach dem Tod ihres Herrchens/Frauchens in den Tierheimen abgegeben oder gar ausgesetzt werden, beweist das! Deshalb ist es auf jeden Fall besser, ein Testament zu errichten

Erbrechtliche Auflage

Ein Erblasser kann seine Erben oder Vermächtnisnehmer per Testament dazu
verpflichten, sich um das Tier zu kümmern oder die Tierpflege gar zur Bedingung
der Erbschaft zu machen.  Ob dies tatsächlich so durchgeführt wird, wie der Erblasser es sich gewünscht hat, kann von einem Testamentsvollstrecker überwacht werden, sofern dies im Testament angeordnet wurde.

Tierschutzverein als Erbe

Wer keine Person kennt, die sich um Hund, Katze, Vogel oder Meerschweinchen
kümmert, kann einen Tierschutzverein als Erben einsetzen. Dadurch wird dann
nicht nur das Tier , sondern auch das ganze Tierschutzprojekt unterstützt.



Erstellt von: Barbara Schüller - Fachanwältin für Erbrecht, Freiburg

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