Tipp vom Fachanwalt für Erbrecht IV

Zwischen der ersten und zweiten Schenkung muss man eine angemessene Frist verstreichen lassen, sonst betrachtet das Finanzamt den Vorgang als unzulässige „Kettenschenkung“ zur Vermeidung von Erbschaftsteuer. Wird eine Immobilie auf diesem Weg übertragen, ist es unerlässlich, dass die beiden Übertragungen der Haushälfte in zwei voneinander unabhängigen Verträgen beurkundet werden. Es muss also zuerst der beschenkte Ehepartner im Grundbuch eingetragen werden. Erst nach einer „Schamfrist“ von mindestens einem Jahr sollte die zweite Schenkung erfolgen.
Die vorweggenommene Erbfolge zahlt sich erst ab einer bestimmten Höhe des Vermögens aus. Denn wenn die Werte, die übertragen werden sollen, in den Steuerfreibeträgen der Erben bleiben, kann man sich den ganzen Aufwand für Schenkungen (Notargebühren!) ersparen. Die folgende Liste (Werte in €) gibt Ihnen grobe Anhaltspunkte dafür, ab welchem Vermögen es sich lohnen kann, an eine vorweggenommene Erbfolge zu denken.

Konstellation

Freibetrag
des Ehe- bzw.
Lebenspartners

Freibetrag
Kinder

gesamt

Versorgungs-
freibetrag
des Ehegatten

Versorgungs-
freibetrag
je Kind

Sinnvoll ab einem
Vermögenswert von

Ehepaar ohne Kinder

500.000

 

256.000

-

760.000

Familie mit 1 Kind

500.000

400.000

256.000

0 - 52.000
je nach Alter

mindestens
1.160.000

Familie mit 2 Kindern

500.000

800.000

256.000

0 - 52.000
je nach Alter

mindestens
1.560.000

Familie mit 3 Kindern

500.000

1.200.000

256.000

0 - 52.000
je nach Alter

mindestens
1.960.000

Paar ohne Trauschein

20.000

 

 

 

mindestens
20.000

Paar ohne Trauschein, ein Kind

20.000

400.000

 

0 - 52.000
je nach Alter

mindestens
420.000


Niemand kann sich sicher sein, dass das deutsche Erbschaftsteuerrecht so großzügig bleibt, wie es ist. Andere Länder besteuern Erbschaften viel stärker als Deutschland. Wer also befürchtet, dass der Staat künftig die Erben weit stärker zur Kasse bittet als heute, kann die vorweggenommene Erbfolge auch bei Vermögenswerten unter den hier gelisteten Mindestbeträgen in Betracht ziehen.

Was ein Erbrechtsexperte für Sie tun kann:

  • Beratung zum Thema vorweggenommene Erbfolge
  • Erarbeitung einer Konzeption zur legalen Steuerersparnis bei der gesamten Erbfolge
  • Gestaltung von Verträgen zur Vermeidung von Streitigkeiten in der Familie durch Schenkungen und Pflichtteilsverzicht. 

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