26.09.2017, Kanzlei Lauck, Buchenstr. 12 a, Dresden

Mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht contra Apparate-Medizin und Magensonde

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Ist keine Patientenverfügung vorhanden, können sich Ärzte nur am mutmaßlichen Willen des Patienten orientieren. Dann heißt es „im Zweifel für das Leben“ und der hilflose Patient wird oft gegen seinen Willen unter Einsatz aller Mittel der Apparate-Medizin behandelt. Wir sprachen mit Rechtsanwalt Lauck.

Darf ein Arzt einen Patienten gegen dessen Willen behandeln?

Nein, der Arzt muss ihn aufklären und seine Zustimmung einholen. Führt er eine Operation ohne Einwilligung durch, macht er sich wegen gefährlicher Körperverletzung strafbar.

Wie ist die Rechtslage, wenn ein Patient nicht mehr bei Bewusstsein oder dement ist?

Hat der Patient eine klar und widerspruchsfrei formulierte, rechtswirksame Patientenverfügung, muss der Arzt diese beachten. Liegt eine solche nicht vor, hat sich der Arzt am „mutmaßlichen Willen“ des Patienten zu orientieren.

Was ist der „mutmaßliche“ Wille? Wie kann man ihn feststellen?

Das ist der Wille, den der Patient vermutlich über die konkrete medizinische Maßnahme haben würde, wenn er selbst entscheiden könnte. Fehlt es an Indizien, wird auf die „objektive Vernunft“ zurückgegriffen und dem Schutz des Lebens Vorrang eingeräumt.

Entspricht dies immer dem Willen des Patienten?

Nein. Viele Menschen wünschen sich, am Ende in Ruhe und Frieden sterben zu können. Stattdessen wird alten Menschen in einem Pflegeheim oft eine Magensonde gelegt; sie werden so gegen ihren Willen über Jahre hinweg am Leben erhalten.

Wie kann man sicherstellen, dass der eigene Wille in einem solchen Fall beachtet wird?

Nur durch eine einwandfreie Patientenverfügung. Sie muss nach dem neuesten Urteil des BGH die Fälle beschreiben, in denen sie gelten soll und die Behandlungen enthalten, die Sie wünschen bzw. ausschließen.

Reicht dies aus, um den Willen des Patienten durchzusetzen?

Nein. Dazu muss die Verfügung mit einer medizinischen Vollmacht für eine Vertrauensperson verbunden sein. Für den Fall eines betreuungsgerichtlichen Verfahrens ist es außerdem dringend empfehlenswert, eine kundige Person zum Verfahrensbevollmächtigten zu ernennen.

RA Lauck, Fachanwalt für Erbrecht, erläutert die Situation und gibt kostenfreie Tipps.



Übersicht

Datum: 26.09.2017
Ort: Dresden, Kanzlei Lauck, Buchenstr. 12 a
Uhrzeit: 18:00 - 19:30
Anmeldung: Kanzlei Lauck, Tel.: (03 51) 65 88 77-0

Erstellt von: Franz-Georg Lauck



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