Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
Weiterführende Informationen rund um das Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Wer muss Vorsorge treffen?

Jeder, denn

  • niemand kann es vorhersehen oder beeinflussen, dass er – in jungen Jahren oder im Alter – durch einen Unglücksfall oder durch eine Erkrankung längere Zeit oder sogar für immer seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln und Entscheidungen nicht oder nur noch eingeschränkt treffen kann.

  • Unsere Bevölkerung wird immer älter. Die Medizin eröffnet zudem die Möglichkeiten, durch Einsatz von technischen Mitteln das Leben erheblich zu verlängern. Oft wird dann das Leben durch eine teilweise als unwürdig empfundene und manchmal fragwürdige Apparatemedizin künstlich erhalten.

  • Auch die Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung, die in Pflegeheimen oder zu Hause versorgt werden, nimmt stark zu. Das Risiko, aufgrund einer alterstypischen Krankheit an Demenz zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Derzeit leiden 25 % der über 85-Jährigen unter seniler Demenz und sind damit betreuungsbedürftig.



Welche Vorsorgeregelungen gibt es?

  • Eine Patientenverfügung ist praktisch das schriftlich vorweggenommene Gespräch eines Patienten mit behandelnden Ärzten und Pflegekräften zur Regelung der medizinischen Behandlung und Pflege.

  • Mit einer Vorsorgevollmacht wird eine Vertrauensperson für den Fall der Entscheidungs- bzw. Handlungsunfähigkeit des Vollmachtgebers bevollmächtigt, seine rechtlichen Angelegenheiten zu regeln.

  • Die Betreuungsverfügung ist die Anweisung an das Betreuungsgericht, mit der Sie für den Fall der Notwendigkeit einer gerichtlichen Betreuung festlegen, welche Person zu Ihrem Betreuer bestellt werden soll und welche individuellen Wünsche im Rahmen der Betreuung berücksichtigt werden sollen.

  • Eine Organspendeerklärung (auch Organverfügung genannt) gibt Auskunft über ihre Organspendebereitschaft für den Fall Ihres Todes.

  • Mit einem Testament bestimmen Sie, wer nach dem Tod Ihr Erbe wird, wer u.U. ein Vermächtnis erhalten soll, wie Ihr Nachlass unter den Bedachten aufzuteilen ist oder ob ein Testamentsvollstrecker den Nachlass ganz oder teilweise verwalten und abwickeln soll.

Expertentipp vom Fachanwalt für Erbrecht
Sie müssen zum Zeitpunkt der Errichtung vorstehender Vorsorgeregelungen geschäftsfähig sein. Für die Erstellung einer Betreuungsverfügung reichte dagegen eine beschränkte Geschäftsfähigkeit aus. Sie kann daher auch noch errichtet werden, wenn der Betroffene sich beispielsweise im Frühstadium einer Demenzerkrankung befindet.



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