Wie sichere ich meinen nichtehelichen Lebensgefährten bestmöglich ab?

Auf jeden Fall ist ein Testament oder ein Erbvertrag zu errichten. Vorab ist zu überlegen, „wer“ „warum“ „wie“ abzusichern ist. Je nach Familienverhältnissen kann man individuelle Regelungen treffen, die für alle Hinterbliebenen - auch den Lebensgefährten - eine gute Lösung darstellen. So kann man die überlebende Lebensgefährtin per Vermächtnis, durch ein Wohnrecht, ein Niessbrauchsrecht oder eine Leibrente absichern und den Kindern das Vermögen hinterlassen. Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, die Lebensgefährtin als „Vorerbin“ und die Kinder oder Geschwister als „Nacherben“ einzusetzen. Bei allen Gestaltungsvarianten darf nicht übersehen werden, dass es immer einen Interessenkonflikt zwischen den Kindern einerseits und dem neuen Partner andererseits geben kann. Es gibt keine pauschale richtige oder falsche Lösung. Jeder Fall ist ein Einzelfall. Wenn der Nachlass z.B. aus 1 Immobilie und aus einem kleinen Geldvermögen besteht, ist es vielleicht nicht sinnvoll, wenn –wie es häufig gemacht wird – die Kinder die Erben sind und die mit den Kindern gleichaltrige neue Freundin des Erblassers das lebenslange Wohnrecht erhält. Die erbschaftsteuerliche Seite einer solchen Regelung sollte gut bedacht sein (Freibetrag nur 20.000 € für den überlebenden Lebensgefährten).


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