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Ausschlagung

Es ist einem vorläufigen Erben gesetzlich möglich, die Annahme einer Erbschaft durch Ausschlagung innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls abzulehnen. Wird ein Testament oder Erbvertrag eröffnet, beginnt die Frist allerdings erst mit der Eröffnung des Testaments oder Erbvertrages und Zugang des Eröffnungsprotokolls und übersendung der letztwilligen Verfüung(en). Die Ausschlagung muss schriftlich beim Nachlassgericht niedergelegt bzw. öffentlich beglaubigt und dort innerhlab der Ausschlagungsfrist vorgelegt werden. Bei Nichteinhaltung der Frist gilt das Erbe grundsätzlich als angenommen. Diese Versäumnis kann prinzipiell noch einmal angefochten werden. Bei Ausschlagung gilt das Erbe als nicht angenommen und fällt demjenigen zu, der zum Erbe berechtigt gewesen wäre, hätte der Ausschlagende zum Zeitpunkt des Erbfalls nicht gelebt. Dem vorläufigen Erben stehen alternativ zur Ausschlagung Möglichkeiten der Haftungsbeschränkung der aus dem Erbe resultierenden Verbindlichkeiten zur Verfügung. Die Ausschlagung eines Teils der Erbschaft ist nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Die genauen Umstände einer Ausschlagung sind in mehreren Gesetzen geregelt (BGB § 1484, BGB § 1643, § 1822, § 1942 , § 1943). Ferner sind mehrere wichtige Urteile erlassen worden, die Detailfragen abklären.

Die Ausschlagungsfrist beträgt 6 Monate, wenn der Erblasser seinen Wohnsitz nur im Ausland hatte oder der Erbe sich zum Todeszeitpunt im Ausland aufgehalten hat.

Erbrecht Aktuell zum Begriff "Ausschlagung"

20.6.2016

Die Ausschlagung der Erbschaft führt nicht automatisch dazu, dass ein Kind die Bestattungkosten nicht tragen muss

Weitgehend unbekannt sind die Regelungen der jeweiligen Landesbestattungsgesetze. So sehen die Landesbestattungsgesetze vor, dass neben der Haftung des Erben für die Bestattungskosten nach &se ...



9.5.2016

Gebührenrechtliche Privilegierung für Eintragung von Erben bei Vorausvermächtnis infolge einer Erbauseinandersetzung

Vielfach wissen Mitbürger nicht, dass die Berichtigung des Grundbuchs nach einem Erbfall in den ersten beiden Jahren nach dem Todesfall kostenfrei ist. Der Erbe kann somit kostenfrei in das Gr ...



11.4.2016

Neues Fachbuch von FAErbR Wolfgang Roth

Fachanwalt für Erbrecht Wolfgang Roth hat in seinem neuen Buch "Erbfall und Betreuungsrecht" die Schnittstelle zwischen Betreuungsrecht und Erbrecht umfassend aufg ...





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