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Ausschlagung

Es ist einem vorläufigen Erben gesetzlich möglich, die Annahme einer Erbschaft durch Ausschlagung innerhalb von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls abzulehnen. Wird ein Testament oder Erbvertrag eröffnet, beginnt die Frist allerdings erst mit der Eröffnung des Testaments oder Erbvertrages und Zugang des Eröffnungsprotokolls und übersendung der letztwilligen Verfüung(en). Die Ausschlagung muss schriftlich beim Nachlassgericht niedergelegt bzw. öffentlich beglaubigt und dort innerhlab der Ausschlagungsfrist vorgelegt werden. Bei Nichteinhaltung der Frist gilt das Erbe grundsätzlich als angenommen. Diese Versäumnis kann prinzipiell noch einmal angefochten werden. Bei Ausschlagung gilt das Erbe als nicht angenommen und fällt demjenigen zu, der zum Erbe berechtigt gewesen wäre, hätte der Ausschlagende zum Zeitpunkt des Erbfalls nicht gelebt. Dem vorläufigen Erben stehen alternativ zur Ausschlagung Möglichkeiten der Haftungsbeschränkung der aus dem Erbe resultierenden Verbindlichkeiten zur Verfügung. Die Ausschlagung eines Teils der Erbschaft ist nur unter besonderen Voraussetzungen möglich. Die genauen Umstände einer Ausschlagung sind in mehreren Gesetzen geregelt (BGB § 1484, BGB § 1643, § 1822, § 1942 , § 1943). Ferner sind mehrere wichtige Urteile erlassen worden, die Detailfragen abklären.

Die Ausschlagungsfrist beträgt 6 Monate, wenn der Erblasser seinen Wohnsitz nur im Ausland hatte oder der Erbe sich zum Todeszeitpunt im Ausland aufgehalten hat.

Erbrecht Aktuell zum Begriff "Ausschlagung"

10.11.2016

Grundbuchamt hat die Vermutung der Richtigkeit eines Erbscheins zu beachten

Das OLG München (Beschluss vom 17.10.2016 - 34 Wx 252/16) hatte jüngst darüber zu entscheiden, ob das Grundbuchamt einen Antrag auf Grundbuc ...



23.9.2016

Beschränkung des Sorgerechts für ererbtes Vermögen

Ein Erblasser, der ein minderjähriges Kind zu seinem Erben einsetzt, kann ein Interesse daran haben, dass sorgeberechtigte Personen von der Verwaltung dieses Vermögens ausgeschlossen sind ...



15.9.2016

Irrtum des belasteten Erben über Ausschlagungsmöglichkeit rechtfertigt weiterhin Anfechtung der Erbschaftsannahme

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seiner Entscheidung vom 29.06.16 (Az. ...





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