Pflichtteil
Weiterführende Informationen rund um das Thema Pflichtteil.

Der Pflichtteil

Durchsetzung und Abwehr umstrittener Ansprüche

„Hiermit setze ich meine Lebensgefährtin Y.X. als alleinige Erbin ein.“ Ein harmlos klingender Satz im Testament hat weitreichende Wirkung. Er enterbt Verwandte, die nach dem Gesetz als einzige Erben den gesamten Nachlass der verstorbenen Person erhalten hätten. Wenn die Enterbung einen „Abkömmling“ (Kind, Enkel, Urenkel), den Ehepartner oder die Eltern der kinderlos verstorbenen Person trifft, dann und nur dann entsteht der Anspruch auf einen Pflichtteil. Wichtig für Betroffene: Sie müssen den Anspruch gegenüber dem Erben innerhalb einer Frist geltend machen, sonst erlischt er!

Anfechtung eines Testaments

Eine unerwartete Enterbung ist immer ein schwerer Schock für die Betroffenen, vor allem wenn sie ungerechtfertigt aus heiterem Himmel kommt. Wichtig ist es in dieser deprimierenden Situation, sich nicht von Gefühlen leiten zu lassen, sondern rational zu handeln. Wer enterbt wurde, sollte einen Fachanwalt für Erbrecht einschalten und im ersten Schritt klären, ob der „Letzte Wille“ mit der Enterbung überhaupt gültig ist. Viele Testamente weisen formale und inhaltliche Fehler auf und sind daher nichtig. Die erfolgreiche Anfechtung eines mangelhaften Testaments vor Gericht verhilft enterbten Verwandten doch noch zu einer ungeschmälerten Erbschaft.

Streit über den Wert des Nachlasses

Erben müssen einer pflichtteilsberechtigten Person exakte Auskünfte über den Wert des Nachlasses (Konten, Aktien, Wertgegenstände) geben. Manche gerade erst reich gewordene Leute wollen aber nichts sagen und schon gar nicht teilen, sondern mauern, schweigen und verstecken. Ein Fachanwalt für Erbrecht bringt solchen Leuten bei, ihr Verhalten grundlegend zu ändern. Er kümmert sich im Interesse seiner Mandantschaft um ein vollständiges Nachlassverzeichnis, spürt versteckte Werte („Schweizer Konten“) auf und setzt berechtigte Ansprüche notfalls vor Gericht durch.

Pflichtteilsergänzung

Der Pflichtteil ist in vielen Fällen wesentlich höher, als die enterbten Personen zunächst glauben. Denn oft ergibt sich aus Schenkungen des Erblassers zu dessen Lebzeiten ein ergänzender Pflichtteil. Hier kommt es sehr auf scheinbar unwichtige Details an. Hat der Verstorbene eine Immobilie verschenkt, sich aber das Wohnrecht oder den Nießbrauch vorbehalten, ergibt sich aus dem Wert der Immobilie eine Pflichtteilsergänzung. Die Unterstützung durch einen Fachanwalt für Erbrecht lässt im Einzelfall den Pflichtteil zu einer enormen Geldsumme anwachsen!

Die Höhe des Pflichtteils – Auszahlung in Form von Geld

Zur Auszahlung des Pflichtteils sind die Erben verpflichtet. Ein Erbe, der wertvolle Immobilien erhalten hat, kann Zahlungen nicht mit dem Argument verweigern, er habe ja kein Geld. Er ist verpflichtet, innerhalb kurzer Zeit nach dem Todesfall den Pflichtteil als Geldbetrag zu überweisen und muss notfalls Immobilien belasten oder verkaufen. Ein Pflichtteilsberechtigter kann auf Geldzahlungen bestehen, er kann jedoch auch Sachwerte akzeptieren. In seltenen Fällen können die Beteiligten eine Lösung aushandeln, die auch den Pflichtteilsberechtigten glücklich macht.

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