nach oben
27.8.2004

Schenkungsteuer und Nießbrauch

Die Übergabe von Eltern auf Kinder erfolgt oft unter Nießbrauchsvorbehalt. Schenkungsteuerlich kann die Nießbrauchslast nicht abgezogen werden; allerdings wird gem. § 25 ErbStGB der auf den Nießbrauch entfallende Teil der Schenkungsteuer zinslos gestundet bis der Nießbrauch erlischt. Diese gestundete Steuer kann gegenüber dem Finanzamt schon im voraus abgelöst werden; dies führt meist zu einem Steuervorteil.

Den Berechnungen der steuerlichen Werte legt die Finanzverwaltung z.Zt die Sterbetafel 1986/1988 zugrunde. Allerdings gibt es bereits die Sterbetafel 2000/2002, deren Anwendung in o.g. Fällen vorteilhafter ist. So hat jüngst das FG München (Urteil vom 10.12.2003, 4 K 5627/02) zugunsten des Steuerbürgers entschieden, dass das Finanzamt die Vervielfältiger aus der aktuellen Sterbetafel zugrunde legen muss. Beantragen Sie deshalb in solchen Fällen immer die Anwendung der aktuellen Sterbetafel!

Fachanwalt für Erbrecht, vereidigter Buchprüfer, Testamentsvollstrecker - Hans-Oskar Jülicher

Hans-Oskar Jülicher

Fachanwalt für Erbrecht, vereidigter Buchprüfer, Testamentsvollstrecker | Heinsberg


← zurück


Hat Ihnen dieser Artikel weitergeholfen?

Sie brauchen erbrechtlichen Rat?

Fachanwälte für ErbrechtHier finden Sie unsere Fachanwälte für Erbrecht in Ihrer Nähe.

Wissenswertes

Was heißt eigentlich ...

Zession?

Erbrecht-App

Laden Sie hier unsere kostenlose Erbrecht-App
Erbrecht App
Bleiben Sie mit uns in Kontakt.

Netzwerk Deutscher Erbrechtsexperten e.V.
Fachanwälte für Erbrecht