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Rückauflassungsvormerkung

Übertragen Eltern zu deren Lebzeiten an ein Kind im Wege vorweggenommener Erbfolge ihre Immobilie, gehen damit verschiedene Gefahren einher. Das Kind kann vor den Eltern versterben und die Immobilie an andere, möglicherweise nicht gewünschte Personen vererben. Dritte, insbesondere Gläubiger bei einer Insolvenz des Kindes können auf das Grundstück zugreifen. Schließlich könnte das Kind die übertragene Immobilie auch einfach weitverschenken. Die Immobilie läuft also Gefahr in familienfremde Hände zu geraten. Noch größer ist das Risiko, wenn die übergebenden Eltern in der Immobilie wohnen bleiben. Standar eines jeden Übergabevertrages sollte daher eine Rückfallklausel sein, dass die Immobilie bei Eintritt bestimmter Bedingungen wieder an die Eltern zurück übertragen werden muss. Um diesen bedingten Anspruch auf Rückübertragung ohne belastenden Zwischenverfügungen zu schützen, ist es üblich, eine Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch eintragen zu lassen. Auch wenn das Kind dann vor den Übergebern verstirbt und dessen Erben plötzlich das Haus verkaufen wollen, sind die Eltern dadurch geschützt.

Beispiel zu "Rückauflassungsvormerkung"

Der Vater überträgt an seinen Sohn ein Hausgrundstück unter Nießbrauchsvorbehalt, weil der Vater dort weiterhin leben will. Der Sohn ist Einzelkaufmann und gerät in die Insolvenz. Vor seiner Insolvenz hat der Sohn das Grundstück mit einer Grundschuld über 200.000,00 € belastet. Der Insolvenzverwalter möchte das Grundstück nun verkaufen. Wenn sich der Vater durch ein Rückerwerbsrecht mit Rückauflassungsvormerkung abgesichert hat, kann er gegenüber dem Sohn vom Übergabevertrag zurücktreten und erhält das Hausgrundstück unbelastet zurück, da die Rückauflassungsvormerkung den Vater vor belastenden Verfügungen schützt.

Erbrecht Aktuell zum Begriff "Rückauflassungsvormerkung"

15.8.2007

Eintragungsfähigkeit von Rückforderungsrechten im Grundbuch

Wenn die Elterngeneration auf die Kinder Immobilienbesitz überschreibt, müssen die Eltern dahingehend dahin gehend abgesichert werden, dass das Übergabeobjekt bei den Empfängern ...





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