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Das Testament

„Letzter Wille“, „letztwillige Verfügung“, „Verfügung von Todes wegen“ – all das mag in den Ohren heutiger Zeitgenossen veraltet und verstaubt klingen, doch das „Testament“ ist auch im 21. Jahrhundert ein enorm wichtiges Dokument mit klaren rechtlichen Konsequenzen.

Mit einem Testament bestimmt man zu Lebzeiten, wer Erbe wird und welche  Vermögenswerte aus Anlass des eigenen Todes auf welche Personen oder Institutionen übergehen sollen. Weiter kann die gesetzliche Erbfolge mit einem Testament vermieden werden.

Als weitere Möglichkeit, von Todes wegen zu verfügen, mit anderen Personen einen bindenden Erbvertrag abzuschließen.

Gesetzliche Erbfolge oder Testament?

Video

Michaela Porten-Biwer, Fachanwältin für Erbrecht aus Trier, gibt in diesem Video exklusive Tipps und Antworten auf wichtige Fragen zur individuellen und rechtsgültigen Gestaltung eines Testaments.

Sie erfahren hier,

  • wie Sie Ihr Testament gestalten, wenn für Sie die gesetzliche Erbfolge nicht akzeptabel ist;
  • wie ein Testament Ihren Nachlass und letzten Willen individuell regeln kann;
  • welche Gestaltungsmöglichkeiten ein Testament bietet;
  • in welchen Fällen die gesetzliche Erbfolge oder ein Testament sinnvoll ist.

Wenn auch Sie nicht nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch beerbt werden möchten und Ihren Nachlass mithilfe eines Testaments individuell regeln möchten, finden Sie die wichtigsten Antworten darauf und Erläuterungen dazu hier!

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Testament zu verfassen?

Der „letzte Wille“ ist nicht nur ein Thema, das Rentner und Pensionäre beschäftigen sollte. Schon für junge Leute ab etwa 30 Jahren kann es enorm wichtig sein, rein vorsorglich ein Testament zu verfassen. Dies gilt vor allem für Menschen, die nicht verheiratet sind, mit einem festen Partner zusammenleben und beruflich oder privat immer wieder erhöhten Risiken (gefährliche Reisen, Arbeiten und Hobbies) ausgesetzt sind.

So manche Menschen glauben, dass sie sich mit ihrem Testament bis zum Sankt-Nimmerleinstag Zeit lassen können. Ihre Haltung: „Ich will mich nicht mit dem Sterben und dem Tod beschäftigen.“
Oft meinen auch über 70-jährige Senioren, es genüge, auf dem Sterbebett einige Wünsche auf ein Stück Papier zu schreiben. Diese Vorstellung von alten Patienten, noch schnell ein paar Wertgegenstände unter den Verwandten verteilen und das Gewissen mit kleineren Wohltätigkeiten entlasten zu können, passt nicht mehr in die heutige Zeit und zu den vererbten Vermögen.

Viele Menschen sterben heute nach einem langen Leben im Krankenhaus, in einem Zustand, in dem sie aufgrund eines angegriffenen Gesundheitszustands nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind. Auf der Intensivstation, im Koma, unter dem Einfluss von Beruhigungs- und Schmerzmitteln sowie bei fortgeschrittener Demenz ist es so gut wie unmöglich, ein durchdachtes, ausgewogenes und juristisch unangreifbares Testament zu Papier zu bringen.

2. Wer braucht wirklich kein Testament?

Die gesetzliche Erbfolge entspricht haargenau Ihrem „letzten Willen“?

Für den Fall, dass ein Mensch verstirbt, der kein Testament zu Papier gebracht hat, kommt es zur „gesetzlichen Erbfolge“. Es handelt sich dabei um ein Regelwerk im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), das für jede mögliche Konstellation von Verwandten und Ehepartnern festlegt, wer vom Nachlass des Verstorbenen einen prozentualen Anteil erhält. Immer dann, wenn die „gesetzliche Erbfolge“ exakt dem „letzten Willen“ eines Menschen entspricht, ist ein Testament entbehrlich.
Aber: Wissen Sie, wer Sie beerbt, wenn Sie kein Testament machen?

  Ausführliche Informationen zur gesetzlichen Erbfolge

Die Einstellung: „Nach mir die Sintflut“

Der Tod ist ein Tabu. Viele Bürgerinnen und Bürger hängen am Leben im Diesseits und wollen sich explizit nicht mit dem Sterben, dem eigenen Todesfall und der späteren Situation der Hinterbliebenen auseinandersetzen. „Nach mir die Sintflut“, sagen diese Leute. Es ist ihnen schlicht und einfach egal, was nach ihrem Ableben passiert. Wer so denkt, braucht wirklich keinen Gedanken an ein Testament zu verschwenden. Jeder Bürger hat das Recht, aber nicht die Pflicht, ein Testament zu schreiben.

Mangels Masse ist am Ende des Lebens nichts zu vererben

Viele Menschen besitzen zum Zeitpunkt ihres Todes nur sehr wenig: Einige abgewohnte Möbel, ein paar persönliche Habseligkeiten wie ein Fotoalbum, abgewetzte Kleidungsstücke und sonst nichts, nicht einmal Erben, die auf diese Gegenstände Wert legen würden oder bereit wären, die Beerdigung zu bezahlen.
Wer in dieser Situation zu dem Schluss kommt, dass ein Testament keinen Sinn macht, kann darauf verzichten.

3. Welche Form soll eine Verfügung des Todes wegen haben?

Muss das eigenhändige Testament wirklich handgeschrieben sein?

Ein Testament kann man zur Niederschrift eines Notars oder durch eine privatschriftliche Erklärung errichten. Bei der privaten Errichtung muss das Testament zwingend eigenhändig geschrieben werden (§ 2247 Abs. 1 BGB), also mit der eigenen Hand.
Der Erblasser kann sein Testament auch nur persönlich errichten. Er kann sich dazu nicht eines Stellvertreters bedienen (§ 2064 BGB). Bei der Errichtung des Testamentes muss er sich dessen rechtsverbindlicher Wirkung bewusst sein, zumindest aber in dem Bewusstsein handeln, dass das von ihm gefertigte Schriftstück als Testament angesehen werden könnte.

Der Erblasser muss auch den Willen haben, ein Testament zu errichten (Testierwille). Dieser muss aus der Niederschrift zu erkennen sein. Erfolgt die Niederschrift etwa in der äußeren Form eines Briefes, ist zu klären, ob es sich bei dem Schriftstück nicht nur um eine unverbindliche, zu Informationszwecken oder als Gedankenstütze dienende Mitteilung handelt.

  Testierwille - Bedeutung und Erklärung

Hintergrundwissen des Fachanwalts für Erbrecht:

Das OLG München befand, die auf einem Notizzettel eigenhändig geschriebene und unterschriebene Aufforderung, „anliegende“ Unterlagen dem Notar zu geben, „damit der Erbschein für Dich ausgestellt werden kann“, stelle mangels hinreichend sicher feststellbaren Testierwillens keine formwirksame letztwillige Verfügung dar.

Ist eine Unterschrift erforderlich?

Nach § 2247 Abs. 1 BGB muss der Erblasser seine eigenhändig geschriebene Erklärung auch unterschreiben. 
Die Unterschrift soll nach § 2247 Abs. 3 Satz 1 BGB sowohl Vor- als auch Familiennamen des Erblassers enthalten. Folgt der Erblasser dieser nicht zwingenden Vorgabe nicht, muss sich seine Urheberschaft aber aus der von ihm gewählten Unterzeichnungsart ergeben. Die Unterschrift muss, ihrem Wortlaut entsprechend, unter den Testamentstext gesetzt werden, um diesen auch räumlich abzuschließen.

Auch wenn zum ursprünglichen Testamentstext weitere Zusätze hinzugefügt werden, muss das Testament am Ende durch eine die gesamte Erklärung umfassende Unterschrift abgeschlossen werden. Zusätze unter der ursprünglichen Unterschrift sind erneut zu unterzeichnen. Dies gilt ebenso für Zusätze auf einem gesonderten Blatt.


Sind Zeit- und Ortsangabe notwendig?

Nach § 2247 Abs. 2 BGB soll auch das Datum des Errichtungstages sowie die Ortsangabe hinzugefügt werden. Ein Fehlen dieser Angaben macht die letztwillige Verfügung aber nicht unwirksam. Dennoch kann das Testament, wenn Zweifel über seine Gültigkeit aufkommen, nach § 2247 Abs. 5 BGB nur dann als gültig angesehen werden, wenn sich die notwendigen Feststellungen über die Zeit und den Ort der Errichtung anderweitig treffen lassen.

Hinweis des Fachanwalts für Erbrecht:

Auch im Hinblick auf die Frage, ob unter Umständen internationales Recht zur Anwendung kommt, ist die Ortsangabe von Bedeutung.


Wie erfolgt eine Feststellung der Echtheit eines Testamentes?

Die eigenhändige Niederschrift soll ausreichenden Schutz dafür bieten, den Nachweis erbringen zu können, von wem das Testament errichtet wurde. Deshalb darf sich der Erblasser beim Schreiben seines Testamentes weder einer dritten Person noch des Computers oder der Schreibmaschine bedienen.
Zudem dient die Unterschrift des Testators als Individualisierungsmerkmal, das zum Nachweis der Echtheit herangezogen werden kann.

  Gestaltungsmöglichkeiten  im Testament

4. Muss ich für ein Testament zum Notar?

Klare Antwort: NEIN!
Das eigenhändige Testament ist genauso gültig wie das notarielle.
Viele Menschen wählen daher zu Recht die einfache, traditionelle Form des Testaments: Sie schreiben mit der Hand auf ein Blatt Papier „Testament“ oder „Mein letzter Wille“, geben sodann - in mehr oder weniger leserlicher Schrift - bekannt, wer was bekommen soll, notieren Ort und Datum und setzen die Unterschrift unter dieses Dokument. Fertig ist das Testament. 

Da bei der Testamentserrichtung aber so einiges zu beachten ist und dem juristisch nicht vorgebildeten Testator oft jegliches Problembewusstsein fehlt, ist dringend zu raten, die Hilfe eines auf die Nachfolgegestaltung spezialisierten Fachanwalts für Erbrecht oder eines Notars in Anspruch zu nehmen!
Andernfalls wird es später unweigerlich zu Streitigkeiten kommen - auch vor Gericht.

Warum gehen so viele Menschen dennoch zum Notar?

Die Errichtung eines notariellen Testaments läuft meist dergestalt ab: Der Notar fertigt von dem mündlich vorgetragenen letzten Willen eine Niederschrift an und liest sie dem Testierenden vor. Wenn keine Änderungen mehr gewünscht werden, unterschreiben beide, der Erblasser und der Notar. Das beurkundete Testament wird dem Erblasser in Abschrift zugesandt, beim Zentralen Testamentsregister registriert und das Original in die amtliche Verwahrung beim Nachlassgericht gebracht.

Ebenfalls möglich ist es, dem Notar ein Dokument in einem offenen oder verschlossenen Umschlag zu übergeben und zu erklären, es handele sich um den letzten Willen. Das Dokument muss nicht handschriftlich geschrieben sein. Der Notar beurkundet sodann das Testament, indem er es zum Teil einer Urkunde macht und damit dieses notarielle Testament Rechtsgültigkeit erhält.

5. Verwahrung und Aufbewahrung eines Testaments

Wo ist ein eigenhändiges Testament am besten zu verwahren?

Je nach dem, wie und wo der Erblasser sein Testament verwahrt, besteht die Gefahr, dass es nach seinem Tod nicht aufgefunden wird. Das Testament kann zu Lebzeiten des Erblassers beschädigt werden, verloren gehen oder auch von einer Person, die sich zu gering oder ungerecht bedacht fühlt, unterschlagen oder gar vernichtet werden!

Tipp vom Fachanwalt für Erbrecht:

Es empfiehlt sich dringend, ein eigenhändiges Testament in die besondere amtliche Verwahrung zu geben. Möglich ist dies bei jedem Amtsgericht, in dessen Bezirk Sie sich gerade aufhalten.

Die amtliche Verwahrung eines Testaments kostet nur noch Gerichtskosten von pauschal 75,00 €. Daneben werden weitere 18,00 € für die Registrierung im Zentralen Testamentsregister erhoben. Auf den Wert des Vermögens kommt es – anders als noch vor dem 01.08.13 – nicht mehr an!

Wo wird ein notarielles Testament verwahrt?

Der Notar, der die Niederschrift über die Errichtung eines Testaments verfasst, hat zu veranlassen, dass das Testament unverzüglich in die besondere amtliche Verwahrung gebracht wird, § 34 Abs. 1 BeurkG.

Dies gilt grundsätzlich auch beim Abschluss eines Erbvertrags, es sei denn, die Vertragsschließenden schließen die besondere amtliche Verwahrung ausdrücklich aus, § 34 Abs. 2 BeurkG. Wenn die Beteiligten eines Erbvertrags die besondere amtliche Verwahrung ausgeschlossen haben, so bleibt die Urkunde in der Verwahrung des Notars, § 34 Abs. 3 BeurkG.

Enthält die Urkunde neben Verfügungen von Todes wegen noch andere vertragliche Vereinbarungen, so ist im Zweifel davon auszugehen, dass die Parteien die besondere amtliche Verwahrung nicht wünschen und die Urkunde in der Verwahrung des Notars verbleiben soll, § 34 Abs. 2, 2. Hs. BeurkG. Diese Regelung findet besonders bei Erbverträgen, die mit einem Ehevertrag in derselben Urkunde verbunden werden, Anwendung.

Kann ich mein Testament beim Zentralen Testamentsregister in Verwahrung geben?

Seit dem 01.01.2012 führt die Bundesnotarkammer in Berlin das Zentrale Testamentsregister.
Es können dort aber weder öffentliche noch eigenhändige Testamente in Verwahrung gegeben werden. In dem Register werden lediglich die Angaben zur Person des Erblassers, zum Verwahrort und zur Testamentsurkunde erfasst. Der Inhalt der letztwilligen Verfügung wird nicht in das Register aufgenommen.

Bei jedem Sterbefall prüft die Bundesnotarkammer das Register bezüglich registrierter Testamente und Erbverträge. Liegen entsprechende Angaben vor, wird sowohl das zuständige Nachlassgericht als auch die Verwahrstelle sofort elektronisch informiert.

  Testamentsregister - Bedeutung und Erklärung

Was geschieht, wenn ein Testament unauffindbar ist?

Im Prozess oder im Erbscheinsverfahren muss derjenige, der sich auf die Gültigkeit des Testaments beruft, beweisen, dass dieses formwirksam errichtet wurde und welchen Inhalt das Testament hat. Ist ein Testament unauffindbar, so gibt es keine gesetzliche Vermutung dafür, dass es vom Erblasser in Widerrufsabsicht vernichtet worden ist. Das heißt, dass die Existenz einer verschwundenen Verfügung von Todes wegen grundsätzlich mit allen zulässigen Beweismitteln nachgewiesen werden kann.
Gelingt dies, so trägt derjenige, der die Aufhebung des Testaments behauptet, wiederum hierfür die Beweislast.

6. Testament für Alleinstehende - Das sollten Singles & Alleinstehende beachten

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Bernhard F. Klinger, Fachanwalt für Erbrecht in München, erläutert, welche Inhalte das Testament eines Alleinstehenden und Kinderlosen haben sollte, und was passieren kann, wenn der Erblasser kein Testament hinterlässt.

Immer mehr Menschen schlagen sich als „Singles“ durch das Leben. Wenn ein allein lebender Mensch kein Testament schreibt, erben die „nächsten Verwandten“. Das können kaum bekannte, weit entfernt lebende Personen sein, die sich nie um die „Erbtante“ oder den „Erbonkel“ gekümmert haben. Manchmal handelt es sich um Menschen, die schon mit materiellen Gütern gesegnet sind und daher auf Finanzspritzen nicht angewiesen sind. Als Erben kommen stattdessen andere Personen in Frage, zum Beispiel enge Freundinnen und Freunde – ohne Testament ist das nicht zu machen. Wer als Single mit dem eigenen Vermögen vorausschauend für die Zukunft Gutes bewirken will, sollte dies ebenfalls in einem Testament festlegen. Die Möglichkeiten, für Kinder und Jugendliche, für arme und alte Menschen, für Künstler und Wissenschaftler, für die Kirche oder für die Kunst etwas zu tun, sind unbegrenzt.

7. Das Testament für Patchwork-Familien

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Patricia Goratsch, Rechtsanwältin mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Erbrecht in Dresden, gibt im folgendem Video wertvolle Tipps zum Thema Testament in der Patchwork-Familie.

Erfahren Sie hier,

  • wie ein Testament verhindert, dass jeder sofort die Teilung des Erbes erzwingen kann;
  • warum das Berliner Testament bei Patchwork-Familien meist völlig ungeeignet ist;
  • wie sich Ehepartner und Kinder absichern können;
  • warum Sie Ihre Kinder als Erben bestimmen und Ihren Lebenspartner mit einem bedarfsgerechten Vermächtnis absichern.

Informieren Sie sich zudem darüber, was passiert, wenn minderjährige Kinder aus früheren Beziehungen erben, und wie ein kluges Testament verhindern kann, dass Ihr Ex-Partner Ihr Vermögen sogar für seinen eigenen Unterhalt verwenden kann.

8. Wann brauchen kinderlose Ehepartner ein Testament?

Wenn ein Ehepaar keine Kinder hat, erbt in vielen Fällen nicht nur der überlebende Partner. Meist erhalten auch Eltern oder – nach deren Tod – Geschwister oder Nichten und Neffen des Verstorbenen einen Teil des Nachlasses. Ehepaare, die dies ausschließen wollen, sind gut beraten, ein gemeinschaftliches Testament oder zwei Einzeltestamente zu Papier zu bringen.

Die meisten Ehepartner wollen ihr Vermögen im ersten Schritt dem anderen Partner vererben und ihm die Möglichkeit eröffnen, auch als Witwe oder Witwer ohne materielle Not zu leben. Erst dann, wenn auch der zweite Ehepartner verstorben ist, sollen Dritte erben.
Dieser Wunsch ist weit verbreitet und nur per Testament umzusetzen.

9. Weshalb Unternehmer ein Testament benötigen

Außerordentlich wichtig ist ein Testament für alle Menschen, die als Unternehmer für andere Menschen und für ihre Firma Verantwortung tragen. Ein führungsloses Unternehmen gerät schnell in Handlungsunfähigkeit und finanzielle Schieflage.
Per Testament muss heute jeder Unternehmer dafür sorgen, dass die eigene Firma auch nach dem eigenen Tod handlungsfähig bleibt. Das fordert nicht nur der gesunde Menschenverstand. Auch Banken, die Kredite ausreichen, verlangen heute vorsorgliche Regelungen für jeden Ernstfall.
Bei Personengesellschaften können die Rechtsfolgen des Todes eines Gesellschafters auch schon im Gesellschaftsvertrag geregelt werden.

  Ausführliche Informationen zu Unternehmertestament & Unternehmensnachfolge

10. Warum sollten unverheiratete Partner vorsorglich ein Mini-Testament schreiben?

Wenn der unverheiratete Partner ohne eigene Kinder bei einem Unfall oder aufgrund einer versteckten Krankheit plötzlich ums Leben kommt, erben in der Regel seine Eltern, Geschwister oder entferntere Verwandte. Die unverheiratete Partnerin erhält von dem Vermögen nichts, buchstäblich keinen Cent. Dies ist meist nicht gewollt. Ein per Hand geschriebenes, notfalls in den persönlichen Unterlagen aufbewahrtes vorsorgliches Mini-Testament kostet nichts und bewirkt viel: „Testament - Mein Erbe ist meine Partnerin X. Y.“ Mit Unterschrift ist das ein rechtsgültiger „letzter Wille“, der in 99 Prozent der Fälle viele Jahre oder Jahrzehnte nicht benötigt wird und jederzeit vernichtet, verworfen und verbessert werden kann. 

  Ratgeber - Paare ohne Trauschein, aber mit Testament

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