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Nachlassgericht

Aufgabe des Nachlassgerichtes ist es, Testamente in die amtliche Verwahrung zu nehmen, ein Testament nach dem Eintritt des Erbfalls zu eröffnen, auf Antrag den Erben einen Erbschein zu erteilen, unrichtige Erbscheine wieder einzuziehen, die Erklärung über die Ausschlagung der Erbschaft entgegenzunehmen, falls erforderlich Nachlass-Sicherung (z.B. durch Nachlasspflegschaft), Testamentsvollstreckerzeugnisse auszustellen, unfähige Testamentsvollstrecker zu entlassen. Aufgabe des Nachlassgerichtes ist es aber nicht, den Nachlass zu teilen, Pflichtteilsansprüche durchzusetzen oder Streit unter den Erben zu schlichten. Als Nachlassgerichte fungieren in ganz Deutschland die Amtsgerichte. Nur Baden-Württemberg hat die Besonderheit, dass dort die Amtsnotariate zugleich Nachlassgerichte sind.

Beispiel für "Nachlassgericht":

Der Erblasser war zuletzt wohnhaft auf dem Kurfürstendamm in Berlin. Zuständiges Nachlassgericht ist das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin. 

Erbrecht Aktuell zum Begriff "Nachlassgericht"

12.10.2018

Wirksamkeit des Widerrufs bei Zustellung desselben erst nach dem Tod des widerrufenen Ehegatten

In einem vom Oberlandesgericht Oldenburg entschiedenen Fall zum Az. 3 W 112/17 vom 19.12.2017 war über die Wirksa ...



2.9.2018

Anforderungen an die Darlegungs- und Beweislast

Ein nicht mehr auffindbares Testament ist nicht allein aus diesem Grund ungültig. Jedoch ist derjenige, der  sich auf dieses Testamen ...



23.7.2018

Auslegung einer vermeintlichen Öffnungsklausel

Mit Beschluss vom 20.04.2018 traf das OLG Düsseldorf zum Aktenzeichen I 3 WX 102/17 eine Entscheidung zur Bindungswirk ...





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