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Nachlassgericht

Aufgabe des Nachlassgerichtes ist es, Testamente in die amtliche Verwahrung zu nehmen, ein Testament nach dem Eintritt des Erbfalls zu eröffnen, auf Antrag den Erben einen Erbschein zu erteilen, unrichtige Erbscheine wieder einzuziehen, die Erklärung über die Ausschlagung der Erbschaft entgegenzunehmen, falls erforderlich Nachlass-Sicherung (z.B. durch Nachlasspflegschaft), Testamentsvollstreckerzeugnisse auszustellen, unfähige Testamentsvollstrecker zu entlassen. Aufgabe des Nachlassgerichtes ist es aber nicht, den Nachlass zu teilen, Pflichtteilsansprüche durchzusetzen oder Streit unter den Erben zu schlichten. Als Nachlassgerichte fungieren in ganz Deutschland die Amtsgerichte. Nur Baden-Württemberg hat die Besonderheit, dass dort die Amtsnotariate zugleich Nachlassgerichte sind.

Beispiel für "Nachlassgericht":

Der Erblasser war zuletzt wohnhaft auf dem Kurfürstendamm in Berlin. Zuständiges Nachlassgericht ist das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin. 

Erbrecht Aktuell zum Begriff "Nachlassgericht"

23.7.2018

Auslegung einer vermeintlichen Öffnungsklausel

Mit Beschluss vom 20.04.2018 traf das OLG Düsseldorf zum Aktenzeichen I 3 WX 102/17 eine Entscheidung zur Bindungswirk ...



17.6.2018

OLG Nürnberg: Keine Aufnahme eines österreichischen Grundstücks ins Europäische Nachlasszeugnis

2015 ist die europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) in Kraft getreten, die die Abwicklung von grenzüberschreitenden Erbfällen erleichtern sollte; aufgrund der steigenden Mobilit& ...



24.4.2018

Schwiegersohn darf im Testament nichts streichen

Erbrechtsexperte Wolfgang Roth erläutert eine neue Entscheidung, die sich mit der Streichung e ...





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