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Ordnungen

Wenn eine Person verstirbt und ein Testament nicht errichtet hat, bestimmt das Gesetz, wer Erbe wird (gesetzliche Erbfolge). Die Verwandten werden in Ordnungen eingeteilt.

Erben erster Ordnung sind die Kinder, auch nichteheliche Kinder, adoptierte Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder etc..

Erben zweiter Ordnung sind die Eltern der verstorbenen Person und deren Kinder.

Erben dritter Ordnung sind die Großeltern der verstorbenen Person und deren Kinder.

Erben vierter Ordnung sind die Urgroßeltern und deren Kinder.

Verwandte höherer Ordnungen werden von den Verwandten vorhergehender Ordnungen von der Erbfolge ausgeschlossen.

Beispiel zu "Ordnungen":

Wenn eine ledige verstorbene Person ein Kind hat, dann wird dieses Kind Alleinerbe, weil es Erbe erster Ordnung ist. Die Erben zweiter Ordnung, zum Beispiel die Eltern der verstorbenen Person, sind durch den Erben erster Ordnung vollständig von der Erbfolge ausgeschlossen. Wäre die verstorbene Person kinderlos verstorben, wären Erben erster Ordnung nicht vorhanden und ihre Eltern wären als Angehörige der zweiten Ordnung die Erben. Wenn die Eltern auch verstorben wären, würden an ihre Stelle die Kinder der Eltern, also die Geschwister der verstorbenen Person, treten. Auch sie gehören noch zu den Erben der zweiten Ordnung.

Erbrecht Aktuell zum Begriff "Ordnungen"

12.1.2018

Aufhebungswille des Erblassers bei Streichung eines Erben im handschriftlichen Testament

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte sich in einem Beschluss vom 29.9.2017 mit der spannenden Frage zu beschäftigen welche Rechtsfolgen aus der handschriftlichen Streichung der Erben au ...



14.8.2017

Kann der Testamentsvollstrecker gleichzeitig Ergänzungspfleger für einen noch minderjährigen Erben sein?

In einem beim Oberlandesgericht Hamm geführten Beschwerdeverfahren hatte das Gericht über die Frage zu entscheiden, ob der in einem notariellen Testament eingesetzte Testamentsvollstrecke ...



7.6.2017

BGH: Konkretisierung einer Patientenverfügung durch Bezugnahme auf Krankheiten oder Behandlungssituationen

In dem Beschluss vom 08.02.2017 ...





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